Verwendung von Cookies
Um unsere Webseite für Sie optimal zu gestalten und fortlaufend verbessern zu können, verwenden wir Cookies. Durch die weitere Nutzung der Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen zu Cookies erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung.
Button Menue mobile
Entscheide nach
Gleichstellungsgesetz
 

Neuigkeiten

    Frauen sind in Kaderpositionen untervertreten

    Der neue Gender Intelligence Report besagt, dass 64% aller Beförderten Männer sind. Herausgefunden haben dies das Netzwerk Advance und die Uni St. Gallen. Grundlage der Studie sind Daten aus 55 grossen Unternehmen, die in der Schweiz ansässig sind.
    Während sich auf Nicht-Kaderstufe Frauen und Männer die Waage halten, sind Frauen im obersten und oberen Kader nur noch mit 18% vertreten. Die Studie zeigt, dass die Untervertretung von Frauen in Kaderpositionen oft auf die durchschnittlich klar tieferen Arbeitspensen von Frauen zurückzuführen ist. Die Angleichung der Beschäftigungsgrade ist deshalb ein wichtiger Schritt zur nachhaltigen Erhöhung des Frauenanteils im Kader.
    Auch die Vorurteile gegenüber den Frauen mindern ihre Chancen auf eine Beförderung. Dem kann mit transparenten und standardisierten Beförderungsprozessen entgegengewirkt werden. Eine gezielte Kompetenzentwicklung, Netzwerke und Karrieregespräche werden empfohlen.
    (16.09.2019)

    Letzter Platz für die Schweiz bei UNICEF Studie zur Familienfreundlichkeit

    Bei der Vereinbarkeit von Beruf und Familie besteht in der Schweiz noch grosser Handlungsbedarf. Dies hat eine Studie von UNICEF gezeigt. UNICEF hat die Regelungen des Mutter- und Vaterschaftsurlaubs, sowie die Entwicklung und Bildung der Kinder in den reichsten Ländern der Welt überprüft und eine Rangliste erstellt. Die Schweiz hat neben Zypern und Griechenland am schlechtesten abgeschnitten. Zu den familienfreundlichsten Ländern gehören Schweden, Norwegen und Island.
    Laut UNICEF sollten alle Länder, für Mütter wie auch Väter einen bezahlten Urlaub gewährleisten und Betreuungsangebote für Kinder ausbauen. Die Studie zeigt deutlich auf, dass die Einführung des Vaterschaftsurlaubs alleine nicht für ein familienfreundlicheres System reicht. Die Barrieren, welche die Männer in der Realität hindern, den Vaterschaftsurlaub zu beziehen, müssen ebenfalls abgebaut werden. Dasselbe gilt für die Betreuungsangebote. Betreuungsangebote sind für Familien nur von Nutzen, sofern sie bezahlbar oder kostenlos sind.
     
    UNICEF, Are the world’s richest countries family friendly?
    UNICEF, Die Schweiz ist wenig familienfreundlich
    Aargauer Zeitung, Die Schweiz belegt laut Unicef-Studie bei Familienfreundlichkeit den letzten Platz
    (18.07.2019)

    Die eigenen Rechte kennen: neuer Ratgeber zum Gleichstellungsgesetz

    Neu gibt es einen deutschsprachigen "kantonsunabhängigen" Ratgeber. Er wendet sich nicht nur an Arbeitnehmende; auch Personalverbände, Rechtsberatungsstellen, Anwältinnen und Anwälte oder Gewerkschaften finden darin hilfreiche Informationen, wenn sie Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in einem Verfahren nach Gleichstellungsgesetz beraten oder unterstützen.
    Der Ratgeber gibt einen umfassenden Überblick über die Rechte von Arbeitnehmenden gemäss Gleichstellungsgesetz und verweist für kantonale Besonderheiten auf die Dokumentation der Verfahrensabläufe der jeweiligen Kantone auf der Website www.gleichstellungsgesetz.ch. Der Ratgeber erläutert alle Anwendungsbereiche des Gesetzes anhand von Beispielen und gibt Tipps zum konkreten Vorgehen, falls Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer eine Diskriminierung aufgrund des Geschlechts vermuten.
     
    www.gleichstellungsgesetz.ch und der "kantonsunabhängige" deutschsprachige Ratgeber zum Gleichstellungsgesetz sind ein Kooperationsprojekt aller Deutschschweizer Fachstellen für Gleichstellung. Kantonsspezifische deutschsprachige Ratgaber liegen für die Kantone Basel-Landschaft, Basel-Stadt, Bern, Freiburg, Luzern, Wallis und Zürich vor.
     
    Medienmitteilung
    kantonsunabhängige Ratgeber (27.03.2019)

    Equal Pay Day 2019

    Bis zum 22. Februar 2019 haben die Frauen gratis gearbeitet, während Männer für gleichwertige Arbeit bereits seit dem 1. Januar Lohn ausbezahlt bekommen.
     
    Obwohl in Art. 8 Abs. 3 Bundesverfassung klar festgehalten ist, dass Frauen und Männer Anspruch auf gleichen Lohn für gleichwertige Arbeit haben, verdienten Frauen 2016 im privaten Sektor 14,6% weniger als Männer. Im öffentlichen Sektor betrug das Lohngefälle zwischen Frauen und Männern 12,5%. So die ersten Ergebnisse der Schweizerischen Lohnstrukturerhebung des Bundesamtes für Statistik (BFS) von 2018.
     
    Besonders junge Leute sind sich der negativen Auswirkungen dieser Lohnlücken nicht bewusst. Durch diese Lohnausfälle können Frauen unter anderem erhebliche Rentenlücken erleiden und schlussendlich ist es der Sozialstaat (und somit alle Steuerzahlende), der diese Lücken wieder ausgleichen muss.
    Es liegt nun an den Unternehmen den Lohngleichheitsanspruch aus Art. 8 Abs. 3 Bundesverfassung endlich anzuerkennen und umzusetzen.
     
    Equal Pay Day ist ein Projekt von Business and Professional Women BPW Switzerland. (22.02.2019)

Alle Meldungen (Archiv)

© Die Fachstellen für Gleichstellung in der Deutschschweiz