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Entscheide nach
Gleichstellungsgesetz
 

Neuigkeiten

    Letzter Platz für die Schweiz bei UNICEF Studie zur Familienfreundlichkeit

    Bei der Vereinbarkeit von Beruf und Familie besteht in der Schweiz noch grosser Handlungsbedarf. Dies hat eine Studie von UNICEF gezeigt. UNICEF hat die Regelungen des Mutter- und Vaterschaftsurlaubs, sowie die Entwicklung und Bildung der Kinder in den reichsten Ländern der Welt überprüft und eine Rangliste erstellt. Die Schweiz hat neben Zypern und Griechenland am schlechtesten abgeschnitten. Zu den familienfreundlichsten Ländern gehören Schweden, Norwegen und Island.
    Laut UNICEF sollten alle Länder, für Mütter wie auch Väter einen bezahlten Urlaub gewährleisten und Betreuungsangebote für Kinder ausbauen. Die Studie zeigt deutlich auf, dass die Einführung des Vaterschaftsurlaubs alleine nicht für ein familienfreundlicheres System reicht. Die Barrieren, welche die Männer in der Realität hindern, den Vaterschaftsurlaub zu beziehen, müssen ebenfalls abgebaut werden. Dasselbe gilt für die Betreuungsangebote. Betreuungsangebote sind für Familien nur von Nutzen, sofern sie bezahlbar oder kostenlos sind.
     
    UNICEF, Are the world’s richest countries family friendly?
    UNICEF, Die Schweiz ist wenig familienfreundlich
    Aargauer Zeitung, Die Schweiz belegt laut Unicef-Studie bei Familienfreundlichkeit den letzten Platz
    (18.07.2019)

    Frauen*streik am 14. Juni 2019

    Auch 38 Jahre nach Einführung des Gleichstellungsartikels in der Schweizerischen Bundesverfassung ist die Gleichstellung in der Schweiz noch lange nicht erreicht. Denn Frauen* verdienen noch immer weniger als Männer*, leisten den grössten Teil der unbezahlten und unsichtbaren Betreuungsarbeit und erleben Gewalt und sexuelle Belästigung.
    Dies zeigen auch die Statistiken:
    - Der unerklärte Anteil des Lohnunterschieds zwischen Frauen* und Männer* beträgt im Jahr 2016 43%, oder 657 Franken. Dieses Lohngefälle führt dazu, dass die Renten der Frauen 37% tiefer sind.
    - Frauen* wenden pro Jahr rund 282 Mio. Stunden für informelle Freiwilligenarbeit, wie Betreuung und Pflege von Mitmenschen auf, also 123 Mio. Stunden mehr als Männer*.
    - Eine neue Studie vom Mai 2019 zeigt, dass mindestens jede fünfte Frau* ab 16 Jahren einen sexuellen Übergriff erlebt hat. Und mehr als jede zehnte Frau* erlitt Geschlechtsverkehr gegen ihren Willen.
    Deshalb wollen die Frauen* am 14. Juni um 11 Uhr ein Zeichen am Arbeitsplatz setzen und um 15:30 Uhr legen sie ihre Arbeit nieder und versammeln sich an den regionalen Kundgebungen und Festen. Machen auch Sie am Frauenstreik mit!
    Solidarische Männer* können die Streikenden unterstützen und so ein Zeichen setzen.
     
    Weitere Informationen und Materialien zum Frauen*streik finden sie unter Frauen*streik-grève féministe und Frauen*streik SGB.
    Hinweise auf die jüngsten Erfolge und bestehenden Probleme bezüglich Gleichstellung finden Sie im Staatenbericht.
    Zur sexuellen Gewalt in der Schweiz lesen Sie die neue Studie des gfs.bern im Auftrag von Amnesty International, die zeigt, dass es eine hohe Dunkelziffer im Vergleich zu strafrechtlich angezeigten oder verfolgten sexuellen Straftaten gibt. (13.06.2019)

    Die eigenen Rechte kennen: neuer Ratgeber zum Gleichstellungsgesetz

    Neu gibt es einen deutschsprachigen "kantonsunabhängigen" Ratgeber. Er wendet sich nicht nur an Arbeitnehmende; auch Personalverbände, Rechtsberatungsstellen, Anwältinnen und Anwälte oder Gewerkschaften finden darin hilfreiche Informationen, wenn sie Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in einem Verfahren nach Gleichstellungsgesetz beraten oder unterstützen.
    Der Ratgeber gibt einen umfassenden Überblick über die Rechte von Arbeitnehmenden gemäss Gleichstellungsgesetz und verweist für kantonale Besonderheiten auf die Dokumentation der Verfahrensabläufe der jeweiligen Kantone auf der Website www.gleichstellungsgesetz.ch. Der Ratgeber erläutert alle Anwendungsbereiche des Gesetzes anhand von Beispielen und gibt Tipps zum konkreten Vorgehen, falls Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer eine Diskriminierung aufgrund des Geschlechts vermuten.
     
    www.gleichstellungsgesetz.ch und der "kantonsunabhängige" deutschsprachige Ratgeber zum Gleichstellungsgesetz sind ein Kooperationsprojekt aller Deutschschweizer Fachstellen für Gleichstellung. Kantonsspezifische deutschsprachige Ratgaber liegen für die Kantone Basel-Landschaft, Basel-Stadt, Bern, Freiburg, Luzern, Wallis und Zürich vor.
     
    Medienmitteilung
    kantonsunabhängige Ratgeber (27.03.2019)

    Equal Pay Day 2019

    Bis zum 22. Februar 2019 haben die Frauen gratis gearbeitet, während Männer für gleichwertige Arbeit bereits seit dem 1. Januar Lohn ausbezahlt bekommen.
     
    Obwohl in Art. 8 Abs. 3 Bundesverfassung klar festgehalten ist, dass Frauen und Männer Anspruch auf gleichen Lohn für gleichwertige Arbeit haben, verdienten Frauen 2016 im privaten Sektor 14,6% weniger als Männer. Im öffentlichen Sektor betrug das Lohngefälle zwischen Frauen und Männern 12,5%. So die ersten Ergebnisse der Schweizerischen Lohnstrukturerhebung des Bundesamtes für Statistik (BFS) von 2018.
     
    Besonders junge Leute sind sich der negativen Auswirkungen dieser Lohnlücken nicht bewusst. Durch diese Lohnausfälle können Frauen unter anderem erhebliche Rentenlücken erleiden und schlussendlich ist es der Sozialstaat (und somit alle Steuerzahlende), der diese Lücken wieder ausgleichen muss.
    Es liegt nun an den Unternehmen den Lohngleichheitsanspruch aus Art. 8 Abs. 3 Bundesverfassung endlich anzuerkennen und umzusetzen.
     
    Equal Pay Day ist ein Projekt von Business and Professional Women BPW Switzerland. (22.02.2019)

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