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Entscheide nach
Gleichstellungsgesetz
 

Frühere Neuigkeiten

    Lustig - lästig - stopp!

    Aktuelle Medienberichte zeigen es genauso wie die Sammlung von Schlichtungs- und Gerichtsfällen auf der Gleichstellungsdatenbank www.gleichstellungsgesetz.ch: Sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz ist nach wie vor ein häufiges, gravierendes Problem in der Arbeitswelt. Die bewährte Broschüre "lustig, lästig, stopp" der Gleichstellung Baselland zeigt Ihnen an einem kantonalen Beispiel, wie man gegen sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz vorgehen und sich wehren kann. (02/2018)

    Verantwortung übernehmen – Lohnpraxis überprüfen

    Die Informationsbroschüre des Gesundheits- und Sozialdepartements Kanton Luzern stellt Ihnen Instrumente vor, um die Lohngleichheit in Ihrem Unternehmen zu überprüfen. Es zeigt Stärken und Herausforderungen der Instrumente auf und dient Ihnen als Entscheidungshilfe.
     
    Eine der vorgestellten Methoden ist das Selbsttest Tool für Unternehmen «Logib». Wollen Sie dieses Analyse-Instrument besser kennen und anwenden lernen? Informieren Sie sich hier über den nächsten Workshop. (03/2018)

    Diversität und Inklusion am Arbeitsplatz:
    trans welcome!

    Trans Menschen sind im Arbeitsleben oftmals stark von Diskriminierungen betroffen. Die Organisation Transgender Network Switzerland hat deshalb mit trans welcome ein Unterstützungsportal für trans Menschen und Arbeitgeber_innen geschaffen. Die Website bietet praktische Hinweise für Bewerbungen, den Umgang mit einem Coming-Out, Übersicht zu den rechtlichen Rahmenbedingungen und vieles mehr. (04/2018)

    Lohngleichheit? Es gibt immer noch viel zu tun

    Die Datenbank www.gleichstellungsgesetz.ch erfasst jährlich Fälle zu diskriminierender Lohnungleichheit. Die in der Datenbank erfassten 282 Fälle sind aber nur die Spitze des Eisbergs. Es ist davon auszugehen, dass lediglich ein Bruchteil aller Diskriminierungsfälle überhaupt vor Schlichtungsstellen oder Gerichte gelangen. Informieren Sie sich zum Thema Lohngleichheit, bspw. auf der Plattform Lohngleichheit des Eidgenössischen Büros für Gleichstellung. Die Website bietet Statistiken, Rechtsgrundlagen, Überlegungen zu Ursachen von Lohngleichheit uvm. (05/2018)

    Zahlen und Fakten zu Erwerbsarbeit und Familie

    Die Broschüre Facts & Figures der Abteilung Gleichstellung des Kantons Basel-Stadt bietet Übersicht zum Stand der Gleichstellung in den Bereichen Lohn(un)gleichheit, Vereinbarkeit von Familie und Beruf, unbezahlte Arbeit und Care-Arbeit, Bildung uvm. (05/2018)

    Weiterhin keine Sanktionen bei Lohndiskriminierung vorgesehen

    Die Debatte zur Änderung des Gleichstellungsgesetzes in Bezug auf Lohndiskriminierung geht weiter. Am 29. Mai 2018 erklärt sich der Ständerat in einem zweiten Anlauf immerhin dazu bereit, Unternehmen zur Lohnanalyse zu verpflichten.
     
    Was bisher geschah: Anfangs Juli 2017 überweist der Bundesrat die Botschaft zur Änderung des Gleichstellungsgesetzes ans Parlament. Die Änderung sieht vor, dass Unternehmen mit 50 oder mehr Angestellten künftig alle vier Jahre eine Lohnanalyse durchführen, diese von einer unabhängigen Stelle überprüfen lassen und über das Resultat informieren. Ende Februar 2018 weist der Ständerat diese Massnahmen gegen Lohndiskriminierung zurück an die zuständige Kommission. Der zweite – leicht abgeänderte – Vorschlag, der nun im Ständerat mit 27 zu 15 Stimmen bei 3 Enthaltungen durchkommt, geht weniger weit als jener des Bundesrates. Er sieht vor, dass sowohl private wie auch öffentliche Unternehmen ab 100 Mitarbeitenden eine Lohngleichheitskontrolle durchführen und diese überprüfen lassen müssen. Das Gesetz soll spätestens neun Jahre nach Inkrafttreten evaluiert werden und auf zwölf Jahre befristet sein. Arbeitgeber des öffentlichen Sektors sollen verpflichtet werden, die Ergebnisse und Einzelheiten der Lohngleichheitsanalysen zu veröffentlichen. Die Vorlage sieht weiterhin keine Sanktionen für fehlbare Unternehmen vor. Den detaillierten Ablauf der Ständeratsdebatte finden Sie hier. (05/2018)

    Befristete Arbeitsverträge für Assistenz- und Oberärztinnen und Schwangerschaft: kennen Sie Ihre Rechte?

    Junge Ärztinnen und Ärzte haben oft befristete Arbeitsverträge. Der Schutz für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer ist lückenhaft, dies zeigt sich insbesondere im Falle von Schwanger- und Mutterschaft. Das Merkblatt der Netzwerks Ärztinnen Schweiz bietet schwangeren Assistenz- und Oberärztinnen einen Überblick zu ihren Rechten. Und auch das Rechtsgutachten im Auftrag des VSAO zeigt ausführlich, wo die Stolpersteine liegen – und was nicht sein darf. (06/2018)

    Prix Courage für die Ärztin Natalie Urwyler

    Die Oberärztin der Anästhesie wehrte sich erfolgreich gegen eine Rachekündigung des Inselspitals Bern. Sie ist erst die zweite Frau, die diesbezüglich vor Gericht Recht bekommen hat. Und die erste, die sich gegen einen grossen Konzern zu wehren wagte. Sie hat sich für die Rechte von Schwangeren und für ihr Recht auf Gleichstellung gewehrt und dabei ihre berufliche Karriere als Ärztin und Forscherin, ihren Ruf und ihr Ansehen riskiert (siehe hierzu das Interview mit Natalie Urwyler). Darüber hinaus ist sie ein enormes finanzielles Risiko eingegangen. Alles Risiken, die die meisten von Geschlechterdiskriminierung Betroffenen davon abhalten, ihre Rechte wahrzunehmen (siehe dazu die neuste Evaluation zum Gleichstellungsgesetz). Für ihren Mut und ihre Hartnäckigkeit wurde Natalie Urwyler nun mit dem Prix Courage 2018 ausgezeichnet. (11/2018)
     
    Lesen Sie die Urteile sowie die Pressestimmen hier.

    Noch 202 Jahre bis zur globalen Gleichstellung am Arbeitsplatz!

    Laut dem aktuellen «World Gender Gap Report» des Weltwirtschaftsforums (Wef) befindet sich die Schweiz in Sachen Gleichstellung im weltweiten Vergleich nur auf Platz 20 von 149. Verloren hat die Schweiz in den letzten Jahren vor allem im Wirtschaftssektor: dort belegt die Schweiz neu nur noch Platz 34. Dies unter anderem wegen eines tiefen Frauenanteils in Managementpositionen und den anhaltend praktisch gleich hohen Lohnunterschieden. Bleiben die bisherigen Entwicklungen gleich, so dauert es laut der Studie des Wef bis zur globalen Gleichstellung am Arbeitsplatz tatsächlich noch 202 Jahre.
     
    Bereits im 2014 hat der Bundesrat festgestellt, dass freiwillige Massnahmen zur Beseitigung der Lohnunterschiede (z.B. der sog. «Lohngleichheitsdialog») nicht zum erhofften Ziel geführt haben und dass weitere Massnahmen angezeigt wären. 2017 hat er deshalb dem eidg. Parlament eine Vorlage zur Verankerung regelmässiger Lohngleichheitsanalysen im Gleichstellungsgesetz vorgelegt. Am 14. Dezember 2018 haben nun National- und Ständerat einer nochmals abgeschwächten Änderung des Gleichstellungsgesetzes zugestimmt. Neu müssen Unternehmen mit mindestens 100 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern alle vier Jahre grundsätzlich eine Lohngleichheitsanalyse vornehmen, welche von einer unabhängigen Stelle überprüft wird. Über das Ergebnis der Lohngleichheitsanalyse werden die Arbeitnehmenden anschliessend in Kenntnis gesetzt. Sanktionen für fehlbare Unternehmen sind keine vorgesehen. (01/2019)

    Equal Pay Day 2019

    Bis zum 22. Februar 2019 haben die Frauen gratis gearbeitet, während Männer für gleichwertige Arbeit bereits seit dem 1. Januar Lohn ausbezahlt bekommen.
     
    Obwohl in Art. 8 Abs. 3 Bundesverfassung klar festgehalten ist, dass Frauen und Männer Anspruch auf gleichen Lohn für gleichwertige Arbeit haben, verdienten Frauen 2016 im privaten Sektor 14,6% weniger als Männer. Im öffentlichen Sektor betrug das Lohngefälle zwischen Frauen und Männern 12,5%. So die ersten Ergebnisse der Schweizerischen Lohnstrukturerhebung des Bundesamtes für Statistik (BFS) von 2018.
     
    Besonders junge Leute sind sich der negativen Auswirkungen dieser Lohnlücken nicht bewusst. Durch diese Lohnausfälle können Frauen unter anderem erhebliche Rentenlücken erleiden und schlussendlich ist es der Sozialstaat (und somit alle Steuerzahlende), der diese Lücken wieder ausgleichen muss.
    Es liegt nun an den Unternehmen den Lohngleichheitsanspruch aus Art. 8 Abs. 3 Bundesverfassung endlich anzuerkennen und umzusetzen.
     
    Equal Pay Day ist ein Projekt von Business and Professional Women BPW Switzerland. (22.02.2019)

    Die eigenen Rechte kennen: neuer Ratgeber zum Gleichstellungsgesetz

    Neu gibt es einen deutschsprachigen "kantonsunabhängigen" Ratgeber. Er wendet sich nicht nur an Arbeitnehmende; auch Personalverbände, Rechtsberatungsstellen, Anwältinnen und Anwälte oder Gewerkschaften finden darin hilfreiche Informationen, wenn sie Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in einem Verfahren nach Gleichstellungsgesetz beraten oder unterstützen.
    Der Ratgeber gibt einen umfassenden Überblick über die Rechte von Arbeitnehmenden gemäss Gleichstellungsgesetz und verweist für kantonale Besonderheiten auf die Dokumentation der Verfahrensabläufe der jeweiligen Kantone auf der Website www.gleichstellungsgesetz.ch. Der Ratgeber erläutert alle Anwendungsbereiche des Gesetzes anhand von Beispielen und gibt Tipps zum konkreten Vorgehen, falls Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer eine Diskriminierung aufgrund des Geschlechts vermuten.
     
    www.gleichstellungsgesetz.ch und der "kantonsunabhängige" deutschsprachige Ratgeber zum Gleichstellungsgesetz sind ein Kooperationsprojekt aller Deutschschweizer Fachstellen für Gleichstellung. Kantonsspezifische deutschsprachige Ratgaber liegen für die Kantone Basel-Landschaft, Basel-Stadt, Bern, Freiburg, Luzern, Wallis und Zürich vor.
     
    Medienmitteilung
    kantonsunabhängige Ratgeber (27.03.2019)

    Frauen*streik am 14. Juni 2019

    Auch 38 Jahre nach Einführung des Gleichstellungsartikels in der Schweizerischen Bundesverfassung ist die Gleichstellung in der Schweiz noch lange nicht erreicht. Denn Frauen* verdienen noch immer weniger als Männer*, leisten den grössten Teil der unbezahlten und unsichtbaren Betreuungsarbeit und erleben Gewalt und sexuelle Belästigung.
    Dies zeigen auch die Statistiken:
    - Der unerklärte Anteil des Lohnunterschieds zwischen Frauen* und Männer* beträgt im Jahr 2016 43%, oder 657 Franken. Dieses Lohngefälle führt dazu, dass die Renten der Frauen 37% tiefer sind.
    - Frauen* wenden pro Jahr rund 282 Mio. Stunden für informelle Freiwilligenarbeit, wie Betreuung und Pflege von Mitmenschen auf, also 123 Mio. Stunden mehr als Männer*.
    - Eine neue Studie vom Mai 2019 zeigt, dass mindestens jede fünfte Frau* ab 16 Jahren einen sexuellen Übergriff erlebt hat. Und mehr als jede zehnte Frau* erlitt Geschlechtsverkehr gegen ihren Willen.
    Deshalb wollen die Frauen* am 14. Juni um 11 Uhr ein Zeichen am Arbeitsplatz setzen und um 15:30 Uhr legen sie ihre Arbeit nieder und versammeln sich an den regionalen Kundgebungen und Festen. Machen auch Sie am Frauenstreik mit!
    Solidarische Männer* können die Streikenden unterstützen und so ein Zeichen setzen.
     
    Weitere Informationen und Materialien zum Frauen*streik finden sie unter Frauen*streik-grève féministe und Frauen*streik SGB.
    Hinweise auf die jüngsten Erfolge und bestehenden Probleme bezüglich Gleichstellung finden Sie im Staatenbericht.
    Zur sexuellen Gewalt in der Schweiz lesen Sie die neue Studie des gfs.bern im Auftrag von Amnesty International, die zeigt, dass es eine hohe Dunkelziffer im Vergleich zu strafrechtlich angezeigten oder verfolgten sexuellen Straftaten gibt. (13.06.2019)

    Letzter Platz für die Schweiz bei UNICEF Studie zur Familienfreundlichkeit

    Bei der Vereinbarkeit von Beruf und Familie besteht in der Schweiz noch grosser Handlungsbedarf. Dies hat eine Studie von UNICEF gezeigt. UNICEF hat die Regelungen des Mutter- und Vaterschaftsurlaubs, sowie die Entwicklung und Bildung der Kinder in den reichsten Ländern der Welt überprüft und eine Rangliste erstellt. Die Schweiz hat neben Zypern und Griechenland am schlechtesten abgeschnitten. Zu den familienfreundlichsten Ländern gehören Schweden, Norwegen und Island.
    Laut UNICEF sollten alle Länder, für Mütter wie auch Väter einen bezahlten Urlaub gewährleisten und Betreuungsangebote für Kinder ausbauen. Die Studie zeigt deutlich auf, dass die Einführung des Vaterschaftsurlaubs alleine nicht für ein familienfreundlicheres System reicht. Die Barrieren, welche die Männer in der Realität hindern, den Vaterschaftsurlaub zu beziehen, müssen ebenfalls abgebaut werden. Dasselbe gilt für die Betreuungsangebote. Betreuungsangebote sind für Familien nur von Nutzen, sofern sie bezahlbar oder kostenlos sind.
     
    UNICEF, Are the world’s richest countries family friendly?
    UNICEF, Die Schweiz ist wenig familienfreundlich
    Aargauer Zeitung, Die Schweiz belegt laut Unicef-Studie bei Familienfreundlichkeit den letzten Platz
    (18.07.2019)

    Veranstaltung mittePOLITICS: Ein Abend mit der Ärztin Natalie Urwyler über Diskriminierung am Arbeitsplatz

    • 24. September 2019, 20:00 - 21:30 Uhr
      Unternehmen mitte – Salon, Gerbergasse 30, 4001 Basel
    Die Ärztin Natalie Urwyler ist eine der ersten Frauen in der Schweiz, die sich vor Gericht erfolgreich gegen eine diskriminierende Kündigung gewehrt hat. Urwyler setzte sich für schwangere Ärztinnen am Berner Inselspital ein. Dieses Engagement führte zu einem Konflikt. 2014 erhielt sie die Kündigung. Sie klagte vor Gericht auf Wiedereinstellung und bekam Recht. Es ist in der Schweiz das erste Mal, dass eine Frau vor Gericht mit Berufung auf das Gleichstellungsgesetz gegen einen Konzern gewinnt. Trotzdem weigert sich das Inselspital, die Ärztin wiedereinzustellen.
    Natalie Urwyler erhielt 2018 den „Prix Courage“. Sie setzt sich weiterhin ein für mehr Gleichberechtigung in Spitälern.
     
    Weitere Informationen zur Veranstaltung
    Fall Natalie Urwyler
    (20.08.2019)

    Frauen sind in Kaderpositionen untervertreten

    Der neue Gender Intelligence Report besagt, dass 64% aller Beförderten Männer sind. Herausgefunden haben dies das Netzwerk Advance und die Uni St. Gallen. Grundlage der Studie sind Daten aus 55 grossen Unternehmen, die in der Schweiz ansässig sind.
    Während sich auf Nicht-Kaderstufe Frauen und Männer die Waage halten, sind Frauen im obersten und oberen Kader nur noch mit 18% vertreten. Die Studie zeigt, dass die Untervertretung von Frauen in Kaderpositionen oft auf die durchschnittlich klar tieferen Arbeitspensen von Frauen zurückzuführen ist. Die Angleichung der Beschäftigungsgrade ist deshalb ein wichtiger Schritt zur nachhaltigen Erhöhung des Frauenanteils im Kader.
    Auch die Vorurteile gegenüber den Frauen mindern ihre Chancen auf eine Beförderung. Dem kann mit transparenten und standardisierten Beförderungsprozessen entgegengewirkt werden. Eine gezielte Kompetenzentwicklung, Netzwerke und Karrieregespräche werden empfohlen.
    (16.09.2019)

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